Hochzeitsgezwitscher

Kurz vor 3 Uhr früh - mein Wecker klingelt.

Mitten im Tiefschlaf kämpfte ich mich im Bad durch und versuchte das Beste aus mir um diese Uhrzeit zu machen ;-)

Besser wird´s nicht, also auf zum Babysitter meines Hundes. In Perach hab ich Mia in gute Hände übergeben und fuhr dann weiter zum friseur Richtung Mitterskirchen, wo Cornelia zur Braut wurde.

Da ich mich in dieser Gegend überhaupt nicht auskannte, brauchte ich mein Navi ;-) Der schalue Kasten führte mich auch direkt hin - wie ich dachte. Das nette Fräulein meinte: "Sie haben ihr Ziel erreicht " - und ich stand zwischen zwei Maisfeldern und war erstmal etwas ratlos. Weit und breit kein Haus und auch kein Licht.

Ich fuhr den Feldweg einfach weiter und entdeckte Gott sei Dank den Friseursalon ! Erleichterung ! :-)

Erstmal Kaffe und warten auf die Braut.

Cornelia kam kurz nach mir, gut gelaunt und für diese Uhrzeit schon sehr fit, in den Salon.

Die kleine Schwester Steffi war noch nicht ganz so fit ;-)

Und los ging die Verwandlung !

 

 

Die Braut war geschminkt und frisiert und unsere nächste Station war die Kinderstube wo Mama Marianne schon nervös wartete. Die Böllerschützen standen bereit und die Braut musste schnell in ihr Kleid !

Es war noch sehr dunkel draußen und der ständige Regen setzte dem Licht noch eins drauf. Aber hilft nicht, da mussten die Kameraeinstellungen angepasst werden - auch wenn es für mein Fotografenherz nicht ganz optimal war ;-)

Der erste Schuss fiel und obwohl man es weiß, erschrickt man. Wie es die Tradition will, gab die Braut den Böllerschützen einen Schnaps aus und anschließend wurde die ein oder andere  Weißwurst verdrückt.

Reges treiben auf dem Geierschen Anwesen ! Waldberg steht Kopf. :-)

Der Bräutigam holte die Braut dort ab und wir fuhren Richtung Grünbach, in das Zuhause des Brautpaares.

 

Leider meinte es der Wettergott nicht gut mit uns, denn es regnete ununterbrochen. Auf dem Anwesen des Brautpaares machten wir die Brautpaar - Fotos. Kein leichtes unterfangen bei Dauerregen. Ich hatte meinen persönlichen Schirmträger und das Brautpaar flitzte von einem Unterschlupf zum nächsten.

Gut dass es auf Bauernhöfe viele alte Tore und Vordächer gibt. Ich war begeistert von dem alten grünen Tor, wo auch die meisten Bilder entstanden. Trotz des Sauwetters waren alle gut gelaunt und ließen sich die Stimmung nicht vermiesn. Nach einem Gläschen Sekt waren alle fit für die Kirche ;-)

Ein sehr emotionaler Moment bei der Trauung war die Gesangseinlage von Schwester Steffi, zusammen mit dem Jugendchor Burghausen. Leider hat es auch nach der Kirche immer noch geregnet. Draußen standen viele Spalier, aber durch die ganzen Regenschirme war kein Durchkommen und gesehen hat man leider auch nichts.

Trotz des vielen Regens und der Kälte wurde gelacht und gefeiert.

 

Nach der Kirche war ich entlassen und wollte meinen Heimweg antreten. Mein persönliches Navi, der Freund der Schwester der mich zwischendurch begleitet hatte, fuhr mit zur Hochzeitsfeier und ich war auch meinen Kasten angewiesen. Der war aber in diesem kleinen Ort etwas überfordert und diverse Umleitungen machten es nicht besser.

Als er mich 3x um das selbe Maisfeld geschickt hat, mein Akku von Handy leer war  und auch der Benzin langsam knapp wurde, kam eine klitzekleine Nervosität auf. ;-) Niemand wird mich hier finden, denn das ganze Dorf ist bestimmt bei der Hochzeit ! Irgendwie kam ich dann nach Tüssling und ab da kannte ich mich wieder aus !

Welch ein Abenteuer ;-)